AK Bachelor/Masterstudiengänge
Aus Kitbrennt
In diesem Arbeitskreis werden die Probleme unserer Bachelor Studenten analysiert und über Lösungen gesprochen.
1.12.09
Vorläufige Forderungen des AK Bachelors/Master (Abstimmung im Plenum am 2.12.09):
Forderungen des Arbeitskreis „Bachelor/Master“ der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe
Wir, der AK „Bachelor/Master“ der PH, schließen uns den allgemeinen Forderungen und den spezifischen Forderungen des Arbeitskreis „Bachelor/Master“ des KIT (beschlossen am 23.11.09) an:
Bachelor-Master-Umstellung: Garantie eines Masterplatzes/Durchgängigkeit
Wenn eine Hochschule ein Master-Studium in einem bestimmten Fachbereich anbietet, muss diese Hochschule all ihren Bachelor-Studierenden dieses Fachbereichs einen Studienplatz in diesem Master-Studiengang anbieten. Es darf keine weiteren Zulassungsbeschränkungen zum Master geben, da der Master als Regelabschluss gelten soll. Der Ausstieg mit Bachelor ist optional und bedarf eines Antrags auf Exmatrikulation. Es soll auch vor dem Bachelor-Erwerb möglich sein, Master-Module abzulegen und diese für den Master anrechnen zu lassen.
Selbstbestimmtes Studium Das verschulte Studium muss abgeschafft werden zugunsten der Schaffung individueller Wahlmöglichkeiten.
Anerkennung von Auslandssemestern Das Problem der schwierigen Anerkennung der Auslandsleistungen muss gelöst werden.
Vereinheitlichung der Leistungsanerkennung ECTS-Punkte müssen an Hand der tatsächlichen Lernbelastung verteilt werden, die Verteilung kann z.B. von der Studienkommission oder dem Fakultätsrat unter Zustimmung der Studienkommission festgelegt werden
Abschaffung der Anwesenheitspflicht in Vorlesungen und Übungen Wir fordern den KIT-Senat auf, bei Prüfungsordnungen Anwesenheitszwang in Vorlesungen und Saalübungen nicht zuzulassen. Anwesenheitslisten sollen in oben genannten Lehrveranstaltungen nicht geführt werden dürfen. Begründung: Autodidaktisches Lernen soll und muss an einer Hochschule möglich sein. Auch der Besuch von alternativen zeitgleichen Veranstaltungen wird durch den Anwesenheitszwang verhindert. Möglicherweise wird so das Studium unfreiwillig verlängert. Erzwungene Anwesenheit der Kommilitonen kann die interessierten Kommilitonen und den Dozenten stören. Anwesenheitslisten schaffen einen psychischen Druck und schaffen so einen faktischen Anwesenheitszwang.
Keine Studienzeitbeschränkung Es darf keine Exmatrikulation aufgrund einer Regelstudienzeitüberschreitung geben. Die Fakultäten und der Senat werden aufgefordert, in den Studienprüfungsordnungen auf die Festsetzung von Maximalstudiendauern zu verzichten.
Prüfungen - Umfang, Anzahl und Vorleistungen Die Modulteilprüfungen müssen abgewertet und Gesamtprüfungen über den gesamten Stoff eingeführt werden. Es dürfen keine verbindlichen Vorleistungen für Prüfungen nötig sein.
Systemfrage Wir fordern ausschließlich Masterstudiengänge mit optionalem Bachelorausstieg. Der Master muss Regelabschluss sein. Das erste Masterstudium muss auch ein Erststudium sein.
Verleihmodalitäten Bachelor und Master Die Studienabschlüsse "Bachelor" und "Master" müssen geschützt werden, um zu garantieren, dass die Hochschulen das exklusive Verleihrecht besitzen.
Allgemeine Forderungen: Teilzeit Es muss ein Teilzeit-Studium ermöglicht werden. Insbesondere Studierende, die ihr Studium durch Erwerbstätigkeit finanzieren müssen, Studierende mit Kind und Studierende aus sozial schwachen Verhältnissen sind neben ihrem Studium häufig erheblichen Belastungen ausgesetzt. Daher ist es wichtig ein Teilzeitstudium zu ermöglichen, so dass sich ein Studium flexibel den individuellen Lebensbedingungen anpassen lässt.
Verfasste Studierendenschaft Wir fordern die Wiedereinführung der verfassten Studierendenschaft mit folgenden Funktionen: • Allgemeinpolitisches Mandat • Satzungs- und Finanzautonomie • An studentische Vollversammlungen gebunden Gleichberechtigte Gremientätigkeit Die stimmberechtigten Sitze in den gemeinsamen Gremien von Studierenden, Professoren, akademischem Mittelbau und sonstigen Mitarbeitern müssen angemessen verteilt werden. Die Studierendenschaft sieht sich als Vertreter aller Bachelor-, Master- und immatrikulierten Promotionsstudenten. Daher müssen Vertreter aus allen drei Untergruppen als studentische Vertreter wählbar sein.
Prekäre Beschäftigungsverhältnisse Beendigung prekärer Beschäftigungsverhältnisse im Bildungswesen
Da es die Bachelor/Master-Studiengänge der PH zuvor nicht als Diplomstudiengänge gab und die beiden Bachelor-Studiengänge als auch der Masterstudiengang IMM in ihrer Struktur bundesweit einmalig sind, fordern wir als Studierende dieser Studiengänge zusätzlich:
Wir fordern:
• Keine Überprüfung der Anwesenheit, da dies nicht mit dem Prinzip des selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Lernen, für welches wir plädieren, kompatibel ist.
• Studiengangs spezifische Wahlmöglichkeiten zur individuellen Schwerpunktsetzung um der Selbstverpflichtung im Sinne eines Bildungsprozesses nachgehen zu können.
• Teilnahme an den Sitzungen der Hochschulgremien, bei denen Beschlüsse zur Weiterentwicklung und Umstrukturierung der BA/MA- Studiengänge der PH thematisiert werden.
• Studiengangsspezifische Dozierende und studiengangsspezifische Inhalte um einen ganzheitlichen Kompetenzzuwachs zu gewährleisten.
• Eine Einrichtung einer Professur mit dem Schwerpunkt „Sprachförderung“ in Forschung und Lehre für eine langfristige Perspektive des Studiengangs SuB und um ein Promotionsvorhaben nach erfolgreichem Abschluss eines Master-Studiengangs zu ermöglichen.
