ForderungenFreiburg
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[Bearbeiten] Forderungen des KIT Plenums die im Forderungskatalog aus Freiburg nicht enthalten sind
Forderungskatalog der Studierenden der besetzten Hörsäle am KIT Stand: 26.11.2009, 04:33 Uhr
[Bearbeiten] Präambel
Jede und Jeder soll unabhängig von sozialer Herkunft die Möglichkeit haben, sich nach seinen individuellen Interessen und Fähigkeiten zu bilden. Um diese Möglichkeiten auszuschöpfen, muss es jedem Studierenden möglich sein, sein Studium eigenständig zu gestalten. Dies ist notwendig um das Ziel einer kritischen und mündigen Gesellschaft zu erreichen.
Im Sinne einer pluralistischen und demokratischen Hochschule sowie der Freiheit von Forschung und Lehre muss die Souveränität aller Mitglieder der Hochschule gewährleistet sein. Dabei ist es insbesondere wichtig, dass Lehre und Forschung als einander bedingende, verknüpfte und gleichwertige Bereiche gesehen werden.
Selbstverständlich ist für uns, dass es keinerlei Diskriminierung geben darf. Bildung ist einer der Grundpfeiler unserer Gesellschaft, der auch der Marginalisierung einzelner Gruppen vorbeugt.
Aus diesen grundlegenden Thesen lassen sich die folgenden Forderungen ableiten.
[Bearbeiten] Forderungen an den Landtag
[Bearbeiten] Kapitel II Mitbestimmung
- Verfasste Studierendenschaft
- Wir fordern die Wiedereinführung der verfassten Studierendenschaft mit folgenden Funktionen:
- Allgemeinpolitisches Mandat
- Satzungs- und Finanzautonomie
- An studentische Vollversammlungen gebunden
- Gleichberechtigte Gremientätigkeit
- Die stimmberechtigten Sitze in den gemeinsamen Gremien von Studierenden, Professoren, akademischem Mittelbau und sonstigen Mitarbeitern müssen angemessen verteilt werden.
- Die Studierendenschaft sieht sich als Vertreter aller Bachelor-, Master- und immatrikulierten Promotionsstudenten. Daher müssen Vertreter aus allen drei Untergruppen als studentische Vertreter wählbar sein.
[Bearbeiten] Kapitel III Bachelor-Master-Umstellung
- Systemfrage
- Wir fordern ausschließlich Masterstudiengänge mit optionalem Bachelorausstieg. Der Master muss Regelabschluss sein.
- Das erste Masterstudium muss auch ein Erststudium sein.
- Garantie eines Masterplatzes/Durchgängigkeit
- Wenn eine Hochschule ein Master-Studium in einem bestimmten Fachbereich anbietet, muss diese Hochschule all ihren Bachelor-Studierenden dieses Fachbereichs einen Studienplatz in diesem Master-Studiengang anbieten.
- Es darf keine weiteren Zulassungsbeschränkungen zum Master geben, da der Master als Regelabschluss gelten soll. Der Ausstieg mit Bachelor ist optional und bedarf eines Antrags auf Exmatrikulation.
- Es soll auch vor dem Bachelor-Erwerb möglich sein, Master-Module abzulegen und diese für den Master anrechnen zu lassen.
- Selbstbestimmtes Studium
- Das verschulte Studium muss abgeschafft werden zugunsten der Schaffung individueller Wahlmöglichkeiten.
- Verleihmodalitäten Bachelor und Master
- Die Studienabschlüsse "Bachelor" und "Master" müssen geschützt werden, um zu garantieren, dass die Hochschulen das exklusive Verleihrecht besitzen.
[Bearbeiten] Kapitel IV Struktur und Gesetze
- Änderungen des Landeshochschulgesetzes und der Richtlinien
- Die Semesterzeiten aller deutschen Universitäten sowie im europäischen Hochschulraum müssen synchronisiert werden.
- Der Senat muss mehr Kompetenzen zurückerhalten - z.B. die Struktur- und Entwicklungsplanung.
- Die Veröffentlichung von Evaluationsergebnissen muss verpflichtend werden.
- Der Rektor muss vom Senat gewählt werden.
- Es müssen studentische Vertreter in den Hochschulrat entsendet werden.
- Das Land Baden-Württemberg wird aufgefordert, Studienzeitbeschränkungen im Landeshochschulgesetz zu verbieten.
[Bearbeiten] Kapitel V Schulen
- Nichteinführung der Schüler-ID
- Die Schüler-ID umfasst Information über Geschlecht, Geburtsdatum, Muttersprache, Staatsangehörigkeit, Konfession, besuchten Unterricht, Sitzenbleiben, Förderschwerpunkte und Abschlüsse. Die Schüler-ID ist ein weiterer Baustein staatlicher Überwachung und daher abzulehnen.
- Dreigliedriges Schulsystem
- Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems zu Gunsten eines leistungs- und interessendifferenzierten Kurssystems mit einer großen Bandbreite an Wahlmöglichkeiten
Freie Schulwahl, auch von Privatschulen oder Schulen in Freier Trägerschaft, muss ohne zusätzliche Kosten (Schulgeld) möglich sein. Schulen sollen nicht mehr wie bisher indirekt, sondern direkt über gezahlte Steuern finanziert werden. Eltern erhalten für jedes Kind einen "Bildungsgutschein", den sie an der Schule ihrer Wahl abgeben können. Siehe:http://de.wikipedia.org/wiki/Bildungsgutschein
[Bearbeiten] Kapitel VI Sonstiges
- Teilzeit
- Es muss ein Teilzeit-Studium ermöglicht werden. Insbesondere Studierende, die ihr Studium durch Erwerbstätigkeit finanzieren müssen, Studierende mit Kind und Studierende aus sozial schwachen Verhältnissen sind neben ihrem Studium häufig erheblichen Belastungen ausgesetzt. Daher ist es wichtig ein Teilzeitstudium zu ermöglichen, so dass sich ein Studium flexibel den individuellen Lebensbedingungen anpassen lässt.
- Doppelter Abiturjahrgang 2012
- Wir fordern:
- den Ausbau der Studienplätze in allen Fächern (bedarfsgerecht),
- die Sicherstellung der räumlichen Unterbringung der Lehre,
- die Sicherstellung des Wohnraums für Studierende in öffentlichen Studentenwohnheimen.
- Studentenwerke
- Wir fordern:
- eine Erhöhung der Anzahl der selbstverwalteten Wohnheime,
- eine Erhöhung der Versorgungsquote mit Wohnraum (siehe oben),
- eine Erhöhung des Globalhaushaltes.
