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Wie die Direktion der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe gestern (26.11.2009) auf ihrer Homepage mitteilte, werden die Besetzer in ihren Forderungen unterstützt. Die Studierenden begrüßen diese öffentliche Solidaritätserklärung ausdrücklich. Als gemeinsames Problem benennen Rektorin Liesel Hermes und Prof. Sabine Liebig, Prorektorin für Studium und Lehre, die zunehmende Verschulung des Studiums. Außerdem bereitet die Zukunft der Hauptschule dem Direktorat Sorge. „Ich bin sehr erleichtert, dass die Direktion unsere Probleme erkannt hat und uns in unserer Arbeit unterstützt.“, sagte Stephanie Sirucek. „Jetzt kommt es darauf an, dass wir unsere Forderungen zeitnah konkretisieren und mit der Pädagogischen Hochschule in Verhandlung treten.“, fährt die Studentin weiter fort.

Allein die Forderung zur Abschaffung der Studiengebühren stieß nicht auf Gegenliebe. „Unsere Forderung zur Abschaffung der Studiengebühren richtet sich auch weniger an die Pädagogische Hochschule direkt, sondern viel mehr an das Kultusministerium“, sagte Christoph Krumm, vom AK Technik. Das Land Baden-Württemberg hat seit 13 Jahren die Gelder für die Hochschulen nicht erhöht. Damit sind die Studiengebühren keine zusätzlichen Mittel um die Lehre an den Hochschulen zu verbessern, sondern lediglich ein Vorwand um vorhandene Haushaltslöcher zu stopfen. Deswegen fordern wir eine Aufstockung des Bildungsetats von Baden-Württemberg. Einig sind sich Studierende und Rektorat hingegen in der Unsinnigkeit der sogenannten „Geschwisterregelung“. Zum Beispiel sind Familien mit insgesamt zwei Kindern und einem familiären Pflegefall eindeutig benachteiligt, da die Befreiung von Studiengebühren erst ab dem dritten Kind greift. Zudem sind sechs gebührenfreie Semester, die pro Familie vorhanden sind, willkürlich. Eine Familie mit vier Kindern hätte beispielsweise nicht viel davon, wenn alle vier studieren wollen. Die jüngeren Sprösslinge müssten dabei mit ihren älteren Geschwistern in Konkurrenz treten. Das ist nach Meinung der Studierenden der PH Karlsruhe unsozial und nicht Ziel führend.


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